Schade: gerade fing es an zu regnen – auf Santorini, ist das zu fassen? Eigentlich nicht. Nun den Rest des Tages war es wesentlich besseres Wetter. So konnten wir einen weiteren Strand auf der Insel besuchen. Endlich hatte dieser auch mal etwas Sand. So stelle ich mir einen Strand vor. Dabei handelte es sich um den sogenannten “Roten Strand” in der Nähe von Akrotiri.
Der Weg dorthin ist wieder einmal ein wenig abenteurlich und führt über zerklüftete Felsen, die einmal zum Berg oberhalb des Weges gehörten, was natürlich sehr viel Vertrauen in die noch oben hängenden Felsbrocken erweckt. Ganz ohne nasse Füße ging es vom Bus her nicht, den Strand zu erreichen – auf dem Rückweg fanden wir dann aber doch einen Weg etwas oberhalb des Wassers.
Der Strand selbst liegt am Fuße von rotem Gestein, was auch den Namen erklärt. Hier gab es keine gefährlichen Steine, der Wind war zahm und die Wellen flach. Die Liegen standen eng beieinander, aber wenigstens war an manchen Stellen Platz gelassen für Menschen, die keine acht Euro für Sonnenschirm und Liegefläche bezahlen wollten.
Toll sind die Fahrten mit dem lokalen Bus, der einen quer über die ganze Insel bringt. Leider muss man jeweils Zwischstation in Fira machen, um den Bus zu wechseln. Für wenig Geld kann man die gesamte Insel sehen, wenn man denn ein Fenster hat, welches den Blick nach draußen gewährt. Nur darf man sich nicht wundern: weder fährt der Bus immer die gleiche Strecke, noch bezahlt man für die tatsächlich gefahrene Strecke – sondern immer den Preis zwischen Fira und der Endhaltestelle.
Etwas, was außer den Deutschen selbst in Deutschland recht knapp (und teuer) ist, auf Santorini aber überall gefunden werden kann, sind Kleinwagen. Wie Sand am Meer – oder auf Santorini: Steine am Meer – tummeln sich hier die Micras, Smarts und Picantos dieser Welt ebenso, wie Fiestas und die letzten Pandas – nicht die Tiere, aber auch manchmal schwarz-weiß.
Und überall wird gebaut. Nix mit Wirtschaftsflaute. Obwohl man an manchen Stellen sich fragt, ob es gerade errichtet wird oder gerade zusammenfällt. Das sieht man dann beim nächsten Besuch auf Santorini…wenn man genug gespart hat, das Geld, welches nur so davon fliegt, auch fliegen zu lassen.