Okay, eine größere Kleinigkeit habe ich heute noch, eh es in zwei Tagen den großen Kulturbeutel dann gibt. Und zwar möchte ich auf einen Film hinweisen, der nicht ganz gewöhnlich ist. Er ist so ungewöhnlich, dass ich nicht mal sagen kann, ob und wann man ihn in Deutschland einmal zu sehen bekommt. Wahrscheinlich erst im Januar 2011 mit dem DVD-Release – zumindest offiziell. Aber man kann ja heute auch ausländische DVDs übers Internet bestellen.
Ja, es geht auch um Grafiti in dem Film, und ich weiß, dass sich dies bei einem Großteil der Bevölkerung nicht der größten Beliebtheit erfreut. Aber es geht in Wirklichkeit auch um soviel mehr. Streetart ist für mich persönlich eine der poetischsten Kunstformen, die ich kenne. Sie ist unkonventionell, sie ist überraschend und begegnet uns, wo wir nicht mit ihr rechnen. Man findet Gesellschaftskritik in ihr, Witz und Unterhaltung. Und nicht zuletzt Feinsinn und Subtilität. Der Film, von dem ich rede, ist “Exit Through the Gift Shop” von einem der bekanntesten Street-Artists (der deutsche Begriff Straßenkünstler erinnert dann doch zu sehr an Gitarrenspieler in der Fußgängerzone) die es derzeit gibt: Banksy. Vielleicht klingelt da schon was, der Name ging kürzlich erst wenigstens durchs Internet. Denn eben dieser Banksy hat ein sehr interessantes – Medien nanntes es kontrovers – Intro für “Die Simpsons” kreiert. Seht selbst:
Nicht nur gelang Banksy damit wieder einmal der Nachweis, dass es sich bei den Simpsons nicht einfach um eine Berieselungsserie handelt und die Serie eigentlich eher für Erwachsene geeignet ist, als für Kinder. Nein, Banksy gelang damit auch der Schritt zu einem gewaltigem Publikum. Und nicht zuletzt eine hervorragende PR für seinen Film. Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack:
Ob das aber wirklich schon der erste Schritt zum Ausverkauf der Streetart-Szene ist – oder vielleicht der letzte – das fragen wir uns dann ein anderes Mal.