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	<title>Schmetterlingsgesang</title>
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	<description>Ein Blog für Lyrik, Poesie und Gedichte</description>
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		<title>Alltag</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 05:25:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Enke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ich renne er rennt du rennst sie rennt sie rennen es rennt ihr rennt wir rennen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich renne<br />
er rennt<br />
du rennst<br />
sie rennt<span id="more-3935"></span></p>
<p>sie rennen<br />
es rennt<br />
ihr rennt<br />
wir rennen</p>

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		<title>Bill Murray liest auf einer Baustelle</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 07:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Enke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Website openculture.com hat die Video-Aufnahme des Schauspielers Bill Murray, der in mitten der Baustelle zum inzwischen fertig gestellten Poets House ein Gedicht des fr&#252;heren &#8220;Poet Laureate&#8221; Billy Collins liest, zwar schon 2010 zur Verf&#252;gung gestellt. Aufgenommen wurde das ganze sogar schon im Mai 2009. Sehenswert ist es aber doch immer noch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Website <a title="OpenCulture" href="http://www.openculture.com/" target="_blank">openculture.com</a> hat die Video-Aufnahme des Schauspielers Bill Murray, der in mitten der Baustelle zum inzwischen fertig gestellten <a title="Poets House" href="http://www.poetshouse.org/" target="_blank">Poets House</a> <a title="Billy Collins - Another Reason I Don't Keep a Gun in the House " href="http://www.barkingdogs.net/poem.shtml" target="_blank">ein Gedicht</a> des fr&uuml;heren &#8220;Poet Laureate&#8221; Billy Collins liest, zwar schon 2010 zur Verf&uuml;gung gestellt. Aufgenommen wurde das ganze sogar schon im Mai 2009. Sehenswert ist es aber doch immer noch.<span id="more-3923"></span></p>
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		<title>Kulturbeutel: Grass Abschluss</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 21:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Enke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwann muss alles mal ein Ende haben, so auch die Besch&#228;ftigung mit dem Grass-Werk das ich hier im Blog nun schon ein paar mal behandelt habe (siehe Serien-Artikel). Deshalb habe ich hier noch ein paar gedichtete Reaktionen auf den Text von G&#252;nter Grass als einen Abschluss zusammengetragen. Einfache Kommentare Der Sache halber will ich, bevor <a href='http://www.schmetterlingsgesang.de/2012/lyrik-news/kulturbeutel/kulturbeutel-grass-abschluss/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Irgendwann muss alles mal ein Ende haben, so auch die Besch&auml;ftigung mit dem Grass-Werk das ich hier im Blog nun schon ein paar mal behandelt habe (siehe Serien-Artikel). Deshalb habe ich hier noch ein paar gedichtete Reaktionen auf den Text von G&uuml;nter Grass als einen Abschluss zusammengetragen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-3920"></span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Einfache Kommentare</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Sache halber will ich, bevor ich die Dichter aus den Weiten des Internets zu Wort kommen lasse, auch noch einige &#8220;normale&#8221; Kommentare zum Werk von Grass auff&uuml;hren. In die Kerbe der fehlenden lyrischen G&uuml;te, die ich ja auch schon thematisierte, schl&auml;gt zum Beispiel <a title="Rober Menasse - Clown der Medienindustrie" href="http://www.news.at/articles/1215/512/324557/gedicht-guenter-grass-clown-medienindustrie" target="_blank">Robert Menasse auf news.at</a>. Er findet n&auml;mlich: &#8220;Der eigentliche Skandal liegt darin, dass f&uuml;nfzehn deutsche Zeitungen und f&uuml;nfundzwanzig Bl&auml;tter der Weltpresse diesen Text publizierten und ihn sofort mit aufgeregten Kommentaren umrankten.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Sehr umfangreich sind die <a title="Hintergrund was auch noch gesagt werden muss" href="http://www.hintergrund.de/201204062011/feuilleton/zeitfragen/was-auch-noch-gesagt-werden-muss.html" target="_blank">Kommentare die Hintergrund.de zusammengetragen hat</a>. Zur Grass-Debatte schreiben hier unter anderem Noam Chomsky, Ekkehart Krippendorff, Tariq Ali und Yonatan Shapira. Die Kommentare sind auf jeden Fall interessant und lesenswert. Sie helfen, das Werk richtig einzuordnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist etwas anderes, als die Debatte in Deutschland, die im <a title="taz Zuckermann Grass Debatte" href="https://www.taz.de/Debatte-Guenter-Grass/!91171/" target="_blank">Artikel von Moshe Zuckermann in der taz</a> noch einmal n&auml;her beleuchtet wird. Auch der <a title="Tagesspiegel Aky&uuml;n wer ins hamam geht schwitzt" href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/debatte-um-grass-israel-gedicht-wer-ins-hamam-geht-schwitzt/6503206.html" target="_blank">Kommentar von Hatice Aky&uuml;n im Tagesspiegel</a> befasst sich mit der Debattenkultur und der ritualisierten Vorgehensweise der Medien.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Gedichtete Reaktionen</h2>
<p style="text-align: justify;">Das erste Gedicht habe ich ja bereits k&uuml;rzlich erw&auml;hnt: Es ist das Meta-Gedicht &#8220;<a title="TheIntelligence Ein Dank dem Dichter" href="http://www.theintelligence.de/index.php/feuilleton-/kultur/4251-ein-dank-dem-dichter.html" target="_blank">Ein Dank dem Dichter</a>&#8221; auf TheIntelligence von Konrad Hausner. Im Zentrum steht das Gedankenmachen, zu dem der Dichter anregt und f&uuml;r dass ihm ein Dank geb&uuml;hrt.Es bem&uuml;ht sich um Reim, Metrik dagegen ist nur nebens&auml;chlich. Auch um Reim bem&uuml;ht sich Peter Glaser im Blog &#8220;Glaserei&#8221;, der zur Stuttgarter Zeitung geh&ouml;rt. In dem &#8220;<a title="Perter Glaser Der Blechrommel" href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/literatur/2012/04/10/der-blechrommel/" target="_blank">Der Blechrommel</a>&#8221; betitelten Gedicht hangelt sich der Autor von Wortspiel zu Wortspiel, nicht ohne den ein oder anderen gegl&uuml;ckten Treffer verbuchen zu k&ouml;nnen. Manchmal aber schie&szlig;t er &uuml;ber das Ziel f&uuml;r mein Empfinden etwas hinaus.</p>
<p style="text-align: justify;">Oliver Fueglister (<a href="https://twitter.com/ofueglister">@ofueglister</a>) hat am Tag 69 seiner 366 Tage mit Gedicht &#8212; um die ich ihn irgendwie beneide &#8212; <a title="Oliver Fueglister 69. Tag" href="https://olivers-lyrikjahr.posterous.com/69-tag" target="_blank">sich dem Grass-Thema ebenfalls gewidmet</a>. Er fragt dabei insbesondere nach dem Offensichtlichen und den Fakten und deren Verh&auml;ltnis zur Wahrheit und L&uuml;ge.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei Helmut Maiers Werk &#8220;<a title="Helmut Maier Was getan werden muss" href="http://www.maierlyrik.de/blog/2012/04/04/was-getan-werden-muss/" target="_blank">Was getan werden muss</a>&#8221; bin ich mir nicht sicher, ob es auf das Grass-Gedicht reagiert, denn eigentlich ist es Antwort auf ein anderes Werk. Dennoch erscheint es mir in enger inhaltlicher Verbindung und unter dem Einfluss der Debatte um Grass entstanden zu sein. Und schon der Titel lehnt sich ja stark an Grass an.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenso lehnt sich auch der Titel von Wolfgang Schulzes (<a href="https://twitter.com/ottogust">@ottogust</a>) Gedicht daran an. &#8220;<a title="Wolfgang Schulze Was (auch) gesagt werden muss" href="http://blogpoesie.de/?p=21288" target="_blank">Was (auch) gesagt werden muss</a>&#8221; hei&szlig;t das ganze dann und setzt auf &#8220;leise T&ouml;ne&#8221;. Ich glaube aber, auch &#8220;<a title="Wolfgang Schulze Das Urteil der T&auml;ter" href="http://blogpoesie.de/?p=21286" target="_blank">Das Urteil der T&auml;ter</a>&#8221; hat irgendwie mit der Grass-Debatte zu tun, sicher bin ich aber nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch Slov an Gali hat sich zwei etwas zum Thema beigetragen: &#8220;<a title="Slov ant Gali Grasso, fass" href="http://lyrik.over-blog.com/article-slov-ant-gali-grasso-fass-103184087.html" target="_blank">Grasso, fass</a>&#8221; ist in einem sehr ironischen Ton gehalten, der den Reim zum Spa&szlig; zu gebrauchen wei&szlig; &#8212; ohne aber dem Ernst der Sache nicht trotzdem noch gerecht zu werden. &#8220;<a title="Slov ant Gali was nicht gesagt werden darf" href="http://lyrik.over-blog.com/article-slov-ant-gali-was-nicht-gesagt-werden-darf-102881545.html" target="_blank">Was nicht gesagt werden darf</a>&#8221; dagegen wendet sich dem &#8220;grassierenden&#8221; &#8220;anti-grass&#8221; zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls zweimal befasst sich auch Paul Spinger in &#8220;<a title="Paul Spinger Mit fr&ouml;hlicher Tinte" href="http://paul-spinger.blogspot.de/2012/04/mit-frohlicher-tinte.html" target="_blank">Mit fr&ouml;hlicher Tinte</a>&#8221; und &#8220;<a title="Paul Spinger Noch einmal zu dem grassen Gedicht" href="http://paul-spinger.blogspot.de/2012/04/noch-einmal-zu-dem-grassen-gedicht.html" target="_blank">Noch einmal zu dem grassen Gedicht</a>&#8221; mit Grass. Eher s&uuml;ffisant und polemisch&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Sicher gibt es noch mehr Beispiele gedichteter Reaktionen auf das Grass-Werk. Ich aber m&ouml;chte es hiermit bewenden lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">

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		<title>Nachtrag 2 zum Grass-Special</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 09:35:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Enke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Frage nach der Kunstfertigkeit des Grass-Gedichtes, war hier gestern schon thematisiert worden. Inzwischen hat es auch noch andere besch&#228;ftigt und ich m&#246;chte hier noch einmal nachhaken. Das ganze f&#252;hrt eigentlich in eine gr&#246;&#223;ere Diskussion dar&#252;ber, was Kunst ist und was Poesie. Ein Gedicht von Grass?Was fehlt zum Gedicht?Was hat Grass im Gedicht? Ein Gedicht <a href='http://www.schmetterlingsgesang.de/2012/lyrik-news/kulturbeutel/nachtrag-2-zum-grass-special/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Frage nach der Kunstfertigkeit des Grass-Gedichtes, war <a title="Nachtrag zum Special: Grass" href="http://www.schmetterlingsgesang.de/2012/lyrik-news/kulturbeutel/nachtrag-zum-special-grass/">hier gestern schon</a> thematisiert worden. Inzwischen hat es auch noch andere besch&auml;ftigt und ich m&ouml;chte hier noch einmal nachhaken. Das ganze f&uuml;hrt eigentlich in eine gr&ouml;&szlig;ere Diskussion dar&uuml;ber, was Kunst ist und was Poesie.</p>
<p><span id="more-3911"></span></p>
<p><div class="toc"><div class="toc_list"><ul><li class="toc_item"><a href="#toc-ein-gedicht-von-grass">Ein Gedicht von Grass?</a></li><li class="toc_item"><a href="#toc-was-fehlt-zum-gedicht">Was fehlt zum Gedicht?</a></li><li class="toc_item"><a href="#toc-was-hat-grass-im-gedicht">Was hat Grass im Gedicht?</a></li></ul></div></div><br />
</p>
<h2 style="text-align: justify;">Ein Gedicht von Grass?<a name="toc-ein-gedicht-von-grass" style="text-decoration: none;">&nbsp;&nbsp;</a></h2>
<p style="text-align: justify;">Ich bin der Meinung, dass der Text von Grass ein Gedicht ist, aber keinesfalls ein gutes. Andere meinen, es sei nicht einmal ein Gedicht:</p>
<p style="text-align: justify;"><!-- tweet id : 188225712723984384 --><style type='text/css'>#bbpBox_188225712723984384 a { text-decoration:none; color:#BF2900; }#bbpBox_188225712723984384 a:hover { text-decoration:underline; }</style><div id='bbpBox_188225712723984384' class='bbpBox' style='padding:20px; margin:5px 0; background-color:#820000; background-image:url(http://a0.twimg.com/profile_background_images/265735494/78d.jpg);'><div style='background:#fff; padding:10px; margin:0; min-height:48px; color:#663B12; -moz-border-radius:5px; -webkit-border-radius:5px;'><span style='width:100%; font-size:18px; line-height:22px;'>Ich frage mich, warum man sein Statement "Gedicht" nennt. Wer kein Gedicht schreiben will / kann, sollte sich Zeilenumbr&#252;che sparen. <a href="http://twitter.com/search?q=%23Grass" title="#Grass">#Grass</a></span><div class='bbp-actions' style='font-size:12px; width:100%; padding:5px 0; margin:0 0 10px 0; border-bottom:1px solid #e6e6e6;'><img align='middle' src='http://www.schmetterlingsgesang.de/wp-content/plugins/twitter-blackbird-pie//images/bird.png' /><a title='tweeted on 6. April 2012 13:24' href='http://twitter.com/#!/myriamkeil/status/188225712723984384' target='_blank'>6. April 2012 13:24</a> via web<a href='https://twitter.com/intent/tweet?in_reply_to=188225712723984384&related=@schmetterlingsg' class='bbp-action bbp-reply-action' title='Reply'><span><em style='margin-left: 1em;'></em><strong>Reply</strong></span></a><a href='https://twitter.com/intent/retweet?tweet_id=188225712723984384&related=@schmetterlingsg' class='bbp-action bbp-retweet-action' title='Retweet'><span><em style='margin-left: 1em;'></em><strong>Retweet</strong></span></a><a href='https://twitter.com/intent/favorite?tweet_id=188225712723984384&related=@schmetterlingsg' class='bbp-action bbp-favorite-action' title='Favorite'><span><em style='margin-left: 1em;'></em><strong>Favorite</strong></span></a></div><div style='float:left; padding:0; margin:0'><a href='http://twitter.com/intent/user?screen_name=myriamkeil'><img style='width:48px; height:48px; padding-right:7px; border:none; background:none; margin:0' src='http://a0.twimg.com/profile_images/1696286221/394g_normal.jpg' /></a></div><div style='float:left; padding:0; margin:0'><a style='font-weight:bold' href='http://twitter.com/intent/user?screen_name=myriamkeil'>@myriamkeil</a><div style='margin:0; padding-top:2px'>Myriam Keil</div></div><div style='clear:both'></div></div></div><!-- end of tweet --></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, ein Statement ist es auf jeden Fall, was Grass da geschrieben hat. Ob man es Gedicht nennen soll, ist eine andere Frage. Der Streit, was Kunst ist und was nicht &#8212; und hier: was ein Gedicht ist und was nicht &#8212; ist ein Dauerthema, von dem man nicht so Recht sagen kann, ob er je befriedigend gel&ouml;st werden kann. Es bleibt letztlich nur die M&ouml;glichkeit, die Andreas Heidtmann in <a title="Poetenladen Grass was gesagt werden muss" href="http://poetenladen.de/heidtmann-grass-was-gesagt-werden-muss.htm" target="_blank">seinem Artikel zum Thema &#8220;Grass-Gedicht&#8221; im Poetenladen</a> angibt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ein Gedicht ist ein Gedicht, wenn der Autor sagt, es sei ein Gedicht.&#8221;</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Danke auch hier <a href="https://twitter.com/myriamkeil">@myriamkeil</a> f&uuml;r den Hinweis auf den Artikel. Seit die Metrik und der Reim in der Lyrik seit der Sturm-und-Drang-Zeit mehr und mehr zur&uuml;ckgedr&auml;ngt wurden, erscheint dies die einizig plausible Definitionsmethode zu sein. Eine Methode, die freilich viel Spielraum l&auml;sst. Alles kann ein Gedicht sein, jeder ist in der Lage ein Gedicht zu schreiben.  Alles ist Kunst. Ich habe hier im Schmetterlingsgesang schon hin und wieder darauf hingewiesen, dass das Internet ein umfangreiches Zeugnis davon ablegt. Es tummeln sich, gereimt oder ungereimt, eine Menge von Texten in Gedichteforen und anderen Plattformen, deren Autoren glauben, sie h&auml;tten gro&szlig;artige Kunst erschaffen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Was fehlt zum Gedicht?<a name="toc-was-fehlt-zum-gedicht" style="text-decoration: none;">&nbsp;&nbsp;</a></h2>
<p style="text-align: justify;">Aber kann alles beliebige ein Gedicht sein, wenn Metrik und Reim als Merkmale weggefallen sind? Und ist ein so &#8220;beliebig&#8221; bestimmtes Gedicht auch gleich ein gutes Gedicht? Heidtmann zeigt in seinem Artikel sehr sch&ouml;n auf, was dem Text von Grass abgeht, um ein gutes Gedicht zu sein. Es fehlt dem Gedicht an jeglicher Metapher und an aussagekr&auml;ftigen Bildern mangelt es, da muss ich Heidtmann jedenfalls Recht geben. Beide Merkmale sind aber zentral f&uuml;r poetische Texte. Dort, wo es einmal ein Bild gibt, neigt es zum Kitschigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Heidtmann erkennt im Grass-Text eher Worth&uuml;lsen, Floskeln und Allerweltswendungen. Und er hat auch damit nicht ganz unrecht. Die genutzten Wendungen sind jedenfalls nicht originell. Und der Autor spielt auch nicht mit der Allt&auml;glichkeit der von ihm genutzten Floskeln, was man wenigstens erwarten k&ouml;nnte, wenn man schon Wortwitz vielleicht f&uuml;r unangemessen h&auml;lt, angesichts des Inhalts. H&ouml;lzern und stumpf wirkt, was Grass schreibt. Es besitzt keinen eigenen Klang, keinen Rhythmus (der nicht unbedingt etwas mit Versma&szlig; zu tun hat).</p>
<h2 style="text-align: justify;">Was hat Grass im Gedicht?<a name="toc-was-hat-grass-im-gedicht" style="text-decoration: none;">&nbsp;&nbsp;</a></h2>
<p style="text-align: justify;">Wir k&ouml;nnen nun noch schauen, was wir bei Grass positives, also lyrisches und poetisches, im Gedicht finden. Heidtmann findet keinerlei Formung der Sprache und das ist so nicht ganz richtig. Wir bleiben nicht ganz erfolglos bei der Suche, doch die Ausbeute ist mager. Wir k&ouml;nnen den von Heidtmann als Floskel abgetanen &#8220;Tatbestand&#8221; als Versuch werten, durch die Verwendung eines juristischen Fachbegriffs auf einen Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht hinwei&szlig;en. Eine begangene Tat wird hier angeprangert, eine Gerichtsszene wird als Bild hervorgerufen &#8212; das lyrische Ich bricht sein Schweigen als Zeuge.</p>
<p style="text-align: justify;">Die &#8220;vom Wahn okkupierte Region&#8221; ist letztlich doch eine Metapher, bleibt aber auch die einzige. Sie ist gelungen und treffend, aber sie ist nicht wirklich originell. Ein wirklich aussagekr&auml;ftiges Bild stellt sie aber nur bedingt dar. Nat&uuml;rlich: Der Gedanke an den personifizierten Wahnsinn, der mit Waffe im Anschlag an jeder Ecke dar&uuml;ber wacht, dass ihm Folge geleistet wird, ist be&auml;ngstigend. Aber es bleibt ein kurzes Aufflackern im Text von Grass.</p>
<p style="text-align: justify;">Mir pers&ouml;nlich ist das f&uuml;r ein <em>gutes</em> Gedicht zu wenig. Zum Thema, das Grass gew&auml;hlt hat, gibt es bessere Texte und bessere, kunstvollere Gedichte. Was Grass gekonnt gemacht hat, ist, seinen Status als Nobelpreistr&auml;ger f&uuml;r Literatur f&uuml;r das Ansto&szlig;en einer thematischen Diskussion auszunutzen. Das kann man gut finden, und irgendwie hat auch das etwas damit zu tun, was Kunst soll. Es ist aber meiner Meinung nach nicht das, worin Kunst sich ersch&ouml;pft.</p>

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		<title>Nachtrag zum Special: Grass</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 09:16:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Enke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern hatte ich hier etwas zum Grass-&#8221;Gedicht&#8221; gesagt und es scheint, als g&#228;be es auf der Seite &#8220;The Intelligence&#8221; eine Antwort darauf. Es wird dort kritisiert, dass der Text von G&#252;nter Grass nur auf Grund seines Inhaltes auch als Werk diskreditiert wird. Das Herabsetzen des Gedichtes zu einem &#8220;Machwerk&#8221; wird dort von Konrad Hausner angeprangert <a href='http://www.schmetterlingsgesang.de/2012/lyrik-news/kulturbeutel/nachtrag-zum-special-grass/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gestern hatte ich <a title="Kulturbeutel Special: Grass" href="http://www.schmetterlingsgesang.de/2012/lyrik-news/kulturbeutel/kulturbeutel-special-grass/">hier</a> etwas zum Grass-&#8221;Gedicht&#8221; gesagt und es <a title="TheIntelligence Ein Dank dem Dichter" href="http://www.theintelligence.de/index.php/feuilleton-/kultur/4251-ein-dank-dem-dichter.html" target="_blank">scheint, als g&auml;be es auf der Seite &#8220;The Intelligence&#8221; eine Antwort darauf</a>. <span id="more-3896"></span>Es wird dort kritisiert, dass der Text von G&uuml;nter Grass nur auf Grund seines Inhaltes auch als Werk diskreditiert wird. Das Herabsetzen des Gedichtes zu einem &#8220;Machwerk&#8221; wird dort von Konrad Hausner angeprangert und gleichzeitig mit einem Gedicht beantwortet. Zu diesem Gedicht komme ich gleich. Aber zun&auml;chst m&ouml;chte ich aufgreifen, dass dort der Text von Grass mit der Freiheit der Kunst verteidigt wird. Der Autor schreibt:</p>
<blockquote><p>Vergessen wird dabei die Freiheit der Kunst, die – dem Zeitgeist entsprechend – f&uuml;r Gedichte weder Reim noch Versma&szlig; fordert.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ich bin allerdings dagegen, dies als Argument gelten zu lassen. So frei die Kunst auch ist, oder sein soll: Schlechte &#8220;Kunst&#8221; muss man auch schlecht nennen &#8212; das macht sie nicht weniger frei. Richtig ist freilich, dass die moderne Lyrik keine Reime und keine feste Metrik erfordert. Ein umfangreicher Verzicht auf alle k&uuml;nstlerische Ausgestaltung jedoch ist in der Lyrik keinesfalls gefordert. Grass l&auml;sst &#8212; meiner Meinung nach &#8212; leider jegliche lyrische Kunstfertigkeit, jedes poetische K&ouml;nnen vermissen. Das ist f&uuml;r jemanden, der f&uuml;r gew&ouml;hnlich mit Prosa sein Geld und Ansehen verdient, nicht weiter schlimm. Was Dichtung angeht, erscheint Grass aber als Amateur. Als einer, der sich versucht.</p>
<p style="text-align: justify;">Das bringt mich letztlich zum Gedicht bei &#8220;The Intelligence&#8221; mit dem Titel &#8220;<a title="TheIntelligence Ein Dank dem Dichter" href="http://www.theintelligence.de/index.php/feuilleton-/kultur/4251-ein-dank-dem-dichter.html" target="_blank">Ein Dank dem Dichter</a>&#8220;. Zwar beruft sich Hausner auf &#8220;traditionelle Vorgaben&#8221; an die Kunst, die sein Gedicht erf&uuml;llt und meint damit offensichtlich gerade Reim und Versma&szlig;. Aber auch fernab von diesen l&auml;sst sich dieser Text weit besser als Gedicht kategorisieren und ist weit lyrischer, als das Werk von Grass. Und das bereits ab der ersten Zeile. Vielleicht ist auch dieses Gedicht kein Kunstwerk ersten Ranges, aber stilistisch erscheint es mir dennoch besser, als das was Grass geboten hat.</p>

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		<title>Kulturbeutel Special: Grass</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 07:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Enke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn nicht jetzt, wann dann? Lange habe ich &#252;berlegt, wann, wie und mit welchem Thema der Kulturbeutel zur&#252;ckkehren soll. Und nun ist er mit diesem Special zur&#252;ck, aus gegebenem Anlass &#8212; sozusagen. Selten hatte ein Gedicht in den letzten Jahren solche Spuren in den Medien hinterlassen. Es geht um G&#252;nter Grass und sein Werk &#8220;Was <a href='http://www.schmetterlingsgesang.de/2012/lyrik-news/kulturbeutel/kulturbeutel-special-grass/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wenn nicht jetzt, wann dann? Lange habe ich &uuml;berlegt, wann, wie und mit welchem Thema der Kulturbeutel zur&uuml;ckkehren soll. Und nun ist er mit diesem Special zur&uuml;ck, aus gegebenem Anlass &#8212; sozusagen. Selten hatte ein Gedicht in den letzten Jahren solche Spuren in den Medien hinterlassen. Es geht um G&uuml;nter Grass und sein Werk &#8220;Was gesagt werden muss&#8221; und um die Rezeption dieses Gedichtes. Nat&uuml;rlich, geht es darum, k&ouml;nnte man fast sagen. <span id="more-3893"></span><div class="toc"><div class="toc_list"><ul><li class="toc_item"><a href="#toc-der-impact">Der Impact</a></li><li class="toc_item"><a href="#toc-das-gedicht">Das Gedicht</a></li></ul></div></div><br />
</p>
<h2 style="text-align: justify;">Der Impact<a name="toc-der-impact" style="text-decoration: none;">&nbsp;&nbsp;</a></h2>
<p style="text-align: justify;">Die S&uuml;ddeutsche ver&ouml;ffentlichte <a title="Grass Was gesagt werden muss" href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/gedicht-zum-konflikt-zwischen-israel-und-iran-was-gesagt-werden-muss-1.1325809" target="_blank">das Werk</a> als eine Art Leitartikel (wenigstens im Feuilleton) in einer wirklich herausgehobenen Stellung. Mit Vorank&uuml;ndigung am Tag zuvor. Und parallelen Abdrucken auch in anderen Zeitungen im Ausland. Zus&auml;tzlich Wiederabdrucke in zahlreichen gr&ouml;&szlig;eren und kleineren Zeitungen in Deutschland heute. Es ist vorher bereits klar, dass der Text f&uuml;r Aufsehen sorgen wird. Nicht nur, dass hier ein Nobelpreistr&auml;ger schreibt: Es schreibt einer &uuml;ber Israel. Und es schreibt einer &uuml;ber Israel, <a title="Spiegel Reaktionen zu Grass SS-Mitgliedschaft" href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,431436,00.html" target="_blank">mit einer Vergangenheit, die er lange verschwiegen hatte.</a> Das muss reizen. Und es reizte. Die Zeitungen sind einen Tag sp&auml;ter voll mit Kommentaren. Google News listet locker 750 Artikel zum Thema, gestern wohl noch mehr. Twitter Deutschland meldet Grass als &#8220;Trending Topic&#8221; auch einen Tag sp&auml;ter. In gutem Neudeutsch w&uuml;rde man von einem gewaltigem Impact sprechen, den der Text hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich m&ouml;chte mich zum Inhalt des Gedichtes daher nicht weiter &auml;u&szlig;ern. Er ruft Emp&ouml;rung hervor, das war vorher schon klar. Reflexhafte Antisemitismus-Vorw&uuml;rfe gehen dabei mit begr&uuml;ndeter Kritik einher. Es ist das typische Verh&auml;ltnis des Menschen zu jedem Text, das hier nicht weniger zum Tragen kommt: Jeder liest etwas anderes darin. Die einen f&uuml;hlen sich best&auml;tigt. <a title="Stern Grass sorgt mit Israel Gedicht f&uuml;r Emp&ouml;rung " href="http://www.stern.de/news2/aktuell/guenter-grass-sorgt-mit-israel-gedicht-fuer-empoerung-1809758.html" target="_blank">Die anderen sind emp&ouml;rt</a>. <a title="NachDenkSeiten Hinweise des Tages 5.4.12 Nr.16" href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=12777#h16" target="_blank">Wieder andere versuchen abzuw&auml;gen</a>. Es soll mich aber hier nicht interessieren, ob milit&auml;rische &#8220;pre-emptive&#8221; Ma&szlig;nahmen gerechtfertigt sein k&ouml;nnen,wer sich gegen wen verteidigen muss und ob seine Kritik an Israel berechtigt ist. Und von wem sie vorgetragen werden darf und von wem nicht.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Das Gedicht<a name="toc-das-gedicht" style="text-decoration: none;">&nbsp;&nbsp;</a></h2>
<p style="text-align: justify;">Betrachten wir das Ganze doch aber einmal als das, was es ist &#8212; als Gedicht. Das hat, nat&uuml;rlich, kaum einer der Kommentare getan. Wir m&uuml;ssen das Werk nat&uuml;rlich zu allererst als politische Lyrik begreifen. Das aber kann doch gar nicht sein, denn politische Lyrik &#8212; das haben wir oft genug geh&ouml;rt &#8212; ist eigentlich tot. Grass zeigt, gewollt oder ungewollt, dass politisches Dichten nicht so tot ist, wie es immer dargestellt wird. Wer mit einem Gedicht eine solche Aufmerksamkeit erreichen kann, hat irgend etwas richtig gemacht. Man m&ouml;chte und muss wahrscheinlich einwenden, dass die Aufmerksamkeit in erster Linie vom Inhalt des Werkes herkommt. Nat&uuml;rlich. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Text zur Innenpolitik &auml;hnliche Reaktionen hervorgerufen h&auml;tte. Aber politische Themen funktionieren offensichtlich auch f&uuml;r einen Schriftsteller. Das muss kultiviert werden. Man muss nicht reizen um jeden Preis. Aber sich hin und wieder quer stellen, dass sollte man, vor allem wenn man eine gewisse Aufmerksamkeit bereits sicher hat, etwa zu den wenigen angesehenen K&uuml;nstlern und Schriftstellern in diesem Lande geh&ouml;rt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun ist aber das Grass&#8217;sche Werk, gelinde gesagt, nicht gerade eine Glanzst&uuml;ck der Poetik. Der Mann kann nicht wirklich dichten, dass merkt man auch bei fr&uuml;heren Versuchen. Die Stuttgarter Zeitung spricht von einem &#8220;stilistisch sehr schlechte[n] Gedicht&#8221; und hat damit nicht Unrecht. <a title="Lyrikzeitung Grass und Israel" href="http://lyrikzeitung.com/2012/04/04/11-grass-und-israel/" target="_blank">Die Lyrikzeitung setzt den Begriff Gedicht sogar in Anf&uuml;hrungsstriche</a>, bemerkt aber gleich auch, dass es eigentlich nicht mehr als Gedicht zu retten ist. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung bemerkt lakonisch, dass <a title="S&uuml;ddeutsche Dichten und Meinen" href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/anmerkungen-zu-guenter-grass-dichten-und-meinen-1.1326553" target="_blank">allein die willk&uuml;rlichen Zeilenumbr&uuml;che etwas Lyrisches am Text seien</a>. Und da ist etwas Wahres dran. Man findet in manchen Teilen eine ordentliche Verdichtung, aber insgesamt wenig.  Stilistische Mittel wie Parallelisierungen sind vorhanden, machen aber l&auml;ngst kein lyrisches Meisterwerk daraus. Bei der <a title="Literaturcafé Textkritik Maltes Meinung" href="http://www.literaturcafe.de/rubrik/textkritik/" target="_blank">Textkritik im Literaturcafé</a> w&auml;re ein solches Gedicht wahrscheinlich mit Pauken und Trompeten durchgefallen.</p>
<p style="text-align: justify;">Einen Versuch, sich dem Text mittels einer Gedicht-Interpretation zu n&auml;hern, <a title="FAZ Was Grass uns sagen will" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/eine-erlaeuterung-was-grass-uns-sagen-will-11708120.html" target="_blank">liefert die FAZ</a>. Frank Schirrmacher schie&szlig;t sich aber gleichfalls sofort auf die inhaltliche Kritik ein, die zuvor schon feststeht. Der Versuch, das Ganze am Text zu belegen, gelingt Schirrmacher, nat&uuml;rlich. Doch wird die Besprechung dem Text nicht gerecht. Am Begriff der &#8220;Herkunft&#8221; wird das deutlich, wenn Schirrmacher hier nur genealogisch denken kann, weil es seine Interpretationsthese st&uuml;tzt. Dass Grass gerade aber diesen Begriff nicht genealogisch meinen k&ouml;nnte, sondern genau all das, wass er laut Schirrmachen statt dessen auch sagen k&ouml;nnte („meine Generation“, „mein Land“, „unsere Geschichte“, „meine Geschichte“), zusammenzufassen versucht, wird sogar als M&ouml;glichkeit ausgeblendet. Man k&ouml;nnte sich w&uuml;nschen, dass man den Text vorgestern mal 2000 Abiturienten zur Interpretation vorgelegt h&auml;tte. Dann w&uuml;rde man deutlicher erkennen, dass die FAZ-Interpretation nur eine m&ouml;gliche ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Letztlich bleibt festzuhalten: Es ist schade, dass ausgerechnet ein solcher Text das Genre des politischen Dichtens ins Rampenlicht r&uuml;ckt.</p>

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		<title>Kleinstadtlyrik I (Remix)</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 11:01:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Enke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Buchsbaum]]></category>
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		<description><![CDATA[verwittert
und verborgen
in kleinkariertem Kopf-
steinpflaster]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a title="Claudia Kilian Kleinstadtlyrik I" href="http://www.claudiakilian.de/kleinstadtlyrik-i" target="_blank">das Original</a></p></blockquote>
<p>verwittert<br />
und verborgen<br />
in kleinkariertem Kopf-<br />
steinpflaster<span id="more-3875"></span><br />
zwischen die Zeilen<br />
in schmale Spalten<br />
die Lyrik gestopft</p>
<p>geknittert<br />
und verschoben<br />
hinter Buchsbaummauern<br />
Sinn versteckt<br />
gefegte Buchstaben<br />
gekn&auml;ult und verpackt<br />
die Worte zerzaust</p>

]]></content:encoded>
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		<title>Blondl&#246;ckchen</title>
		<link>http://www.schmetterlingsgesang.de/2011/meine-gedichte/blondloeckchen/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 08:54:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Enke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bett]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Mund]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Blondl&#246;ckchen, kurz R&#246;ckchen, schon schwankend dein Gang, du wohnst in den Wolken, die Nacht war schon lang. &#8220;Komm setz dich aufs Bettchen, du lieblicher Stern.&#8221; Du bist leicht zu haben, sie m&#246;gen dich gern. Blondl&#246;ckchen, was sagen die Eltern dazu? Sie warten daheim noch mit himmlischer Ruh. Blondl&#246;ckchen, kurz R&#246;ckchen, wie rot ist dein Mund. <a href='http://www.schmetterlingsgesang.de/2011/meine-gedichte/blondloeckchen/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Blondl&ouml;ckchen, kurz R&ouml;ckchen,<br />
schon schwankend dein Gang,<br />
du wohnst in den Wolken,<span id="more-3822"></span><br />
die Nacht war schon lang.</p>
<p>&#8220;Komm setz dich aufs Bettchen,<br />
du lieblicher Stern.&#8221;<br />
Du bist leicht zu haben,<br />
sie m&ouml;gen dich gern.</p>
<p>Blondl&ouml;ckchen, was sagen<br />
die Eltern dazu?<br />
Sie warten daheim noch<br />
mit himmlischer Ruh.</p>
<p>Blondl&ouml;ckchen, kurz R&ouml;ckchen,<br />
wie rot ist dein Mund.<br />
Wei&szlig; ist dein N&auml;&szlig;chen<br />
und nicht ohne Grund.</p>

]]></content:encoded>
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		<title>Kulturbeutel Nr. 52</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 15:21:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Enke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturbeutel]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik-News]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lange]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Reich]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe und &#228;hnlichesNatur und knapp danebenAm Meer und soMystisches oder soGesellschaft Leider wird es in letzter Zeit etwas zur Gewohnheit, dass der Kulturbeutel nicht zum normalen Termin erscheint. Aber es gibt erstaunlich viele Dinge, die einem da einen Strich durch die Rechnung machen k&#246;nnen. Mal von anderen Aufgaben abgesehen, kann auch alles m&#246;gliche kaputt gehen&#8230; <a href='http://www.schmetterlingsgesang.de/2011/lyrik-news/kulturbeutel/kulturbeutel-nr-52/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div class="toc"><div class="toc_list"><ul><li class="toc_item"><a href="#toc-liebe-und-aehnliches">Liebe und &auml;hnliches</a></li><li class="toc_item"><a href="#toc-natur-und-knapp-daneben">Natur und knapp daneben</a></li><li class="toc_item"><a href="#toc-am-meer-und-so">Am Meer und so</a></li><li class="toc_item"><a href="#toc-mystisches-oder-so">Mystisches oder so</a></li><li class="toc_item"><a href="#toc-gesellschaft">Gesellschaft</a></li></ul></div></div> 
<p style="text-align: justify;">Leider wird es in letzter Zeit etwas zur Gewohnheit, dass der Kulturbeutel nicht zum normalen Termin erscheint. Aber es gibt erstaunlich viele Dinge, die einem da einen Strich durch die Rechnung machen k&ouml;nnen. Mal von anderen Aufgaben abgesehen, kann auch alles m&ouml;gliche kaputt gehen&#8230; Es wird auch heute nur einen relativ kurzen Kulturbeutel geben, Gedichte im Telegramm-Stil.</p>
<p><span id="more-3779"></span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Liebe und &auml;hnliches</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.buch-schreiben.net/empfehlen/empfehlen.php?art=banner&amp;art2=story&amp;story=58507" target="_blank">Geduld</a> &#8211; Himmelskind</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://endloskurz.blogspot.com/2011/09/personlich.html?zx=a5633ed3347900ff" target="_blank">pers&ouml;nlich</a> &#8211; DanP (Im:Wir)</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://oegyr.podspot.de/post/mein-wesen/" target="_blank">mein wesen</a> &#8211; J&ouml;rg Meyer</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://textreich.blogspot.com/2011/08/diskotoilette.html" target="_blank">Diskotoilette</a> &#8211; Thomas Reich</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://sturznest.twoday.net/stories/der-zur-seite-rutscht/" target="_blank">der zur seite rutscht</a> &#8211; sturznest</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://sturznest.twoday.net/stories/die-geburt-der-gartenstuehle/" target="_blank">die geburt der gartenst&uuml;hle</a> &#8211; sturznest</p>
<h2 style="text-align: justify;">Natur und knapp daneben<a name="toc-natur-und-knapp-daneben" style="text-decoration: none;">&nbsp;&nbsp;</a></h2>
<p style="text-align: justify;"><span class="removed_link" title="http://beesgedichte.blogspot.com/2011/09/fahle-sonne.html">Fahle Sonne</span> &#8211; Bee (<a href="https://twitter.com/morgain620">@morgain620</a>)</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://veredita.blogspot.com/2011/09/wohin-man-schaut-sommerfulle.html" target="_blank">wohin man schaut &#8212; sommerf&uuml;lle</a> &#8211; Isabella Kramer</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://regenkatse.blogspot.com/2011/07/nass.html" target="_blank">Nass</a> &#8211; Katsenpoesie (A.F.)</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ellicrownlyrik.twoday.net/stories/haldendoeslein/" target="_blank">Haldend&ouml;slein</a> &#8211; Elli Crown</p>
<h2 style="text-align: justify;">Am Meer und so<a name="toc-am-meer-und-so" style="text-decoration: none;">&nbsp;&nbsp;</a></h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.dichterplanet.com/dichterplanet/index.php?page=Thread&amp;threadID=14451" target="_blank">stadt am meer</a> &#8211; Perry</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://de.poezio.com/poems/294897/Insel" target="_blank">Insel</a> &#8211; erato</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://de.poezio.com/poems/294898/Barfuss_am_Strand" target="_blank">Barfu&szlig; am Strand</a> &#8211; erato</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://de.poezio.com/poems/294901/Meeresnacht" target="_blank">Meeresnacht</a> &#8211; erato</p>
<h2 style="text-align: justify;">Mystisches oder so<a name="toc-mystisches-oder-so" style="text-decoration: none;">&nbsp;&nbsp;</a></h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ellicrownlyrik.twoday.net/stories/gespinst-nibelungen-i/" target="_blank">Gespinnst</a> &#8211; Elli Crown</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://moewenglanz.de/index.php/gedicht-plus-bild/-meditationen/861-vom-baum-traum" target="_blank">Vom Baum-Traum</a> &#8211; Barbara Lange (<a href="https://twitter.com/moewenglanz">@moewenglanz</a>)</p>
<h2 style="text-align: justify;">Gesellschaft<a name="toc-gesellschaft" style="text-decoration: none;">&nbsp;&nbsp;</a></h2>
<p style="text-align: justify;"><span class="removed_link" title="http://beesgedichte.blogspot.com/2011/08/cassandra-ruft.html">Cassandra ruft</span> &#8211; Bee</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.claudiakilian.de/das-lager-der-narren-5" target="_blank">Das Lager der Narren</a> &#8211; Claudia Kilian (<a href="https://twitter.com/sammelmappe">@sammelmappe</a>)</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://wortraeume-slov-ant-gali.blogspot.com/2011/08/sterntaler.html" target="_blank">Sterntaler </a>- Slov ant Gali</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://iris-bluetenblaetter.blogspot.com/2011/06/ich-bitte-die-worter-herein.html" target="_blank">Aus dem dummen Stein</a> &#8211; Iris</p>
<p style="text-align: justify;">

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		<title>Allen Ginsbergs Howl</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 11:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Enke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem es in der letzten Woche aus gutem Grund eine Elegie f&#252;r Allen Ginsberg gab, gibt es in dieser Woche noch sein Werk &#8220;Howl&#8221; obendrauf. Es wird vorgetragen vom Dichter selbst. Ich hoffe ihr habt etwas Zeit: Die Videos, die leider nur ein Standbild zeigen, dauern insgesamt 26 Minuten. In der n&#228;chsten Woche gibt es <a href='http://www.schmetterlingsgesang.de/2011/lyrik-news/allen-ginsbergs-howl/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem es in der <a title="Mir war ganz entfallen…" href="http://www.schmetterlingsgesang.de/2011/lyrik-news/mir-war-ganz-entfallen/">letzten Woche</a> aus gutem Grund eine Elegie f&uuml;r Allen Ginsberg gab, gibt es in dieser Woche noch sein Werk &#8220;Howl&#8221; obendrauf. Es wird vorgetragen vom Dichter selbst. Ich hoffe ihr habt etwas Zeit: Die Videos, die leider nur ein Standbild zeigen, dauern insgesamt 26 Minuten.<span id="more-3772"></span></p>
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<p>In der n&auml;chsten Woche gibt es dann wieder etwas auf Deutsch.</p>

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